Ideen lokale Mobi

Die folgende Ideensammlung wurde auf dem Rest&Resist-Camp 2025 erstellt. Falls ihr Ideen habt, die noch nicht genannt wurden, könnt ihr sie gern hinzufügen oder im MoIn-Schwarm posten. Weitere Informationen zum MoIn-Schwarm findet ihr in unseren MoIn-How-Tos.

Lokale Mobi – so könnt ihr in eurer Stadt Menschen mobilisieren

Macht gezielt Mobi - In eurer Stadt gibt es sicher viele Menschen, die protzige SUVs, fehlende Fahrradwege oder fossile Werbung satt haben. Überlegt euch, wie ihr diese Menschen erreichen könnt. Das kann bedeuteten, dass ihr einen Regenbogen Zebrastreifen gezielt zu Semesterbeginn auf den Campus malt, Ersti Vorlesungen unterbrecht und zum Einstiegstreffen in Campus Nähe einladet. Es kann aber auch bedeuten, dass ihr euch ein zugeparktes Stadtviertel sucht das unter Autolärm leidet, dort mit entsiegeln und Linsen Veränderung anstoßt, am Wochenmarkt containertes Essen verschenkt, zu Austauschrunden einladet und so Menschen zum selber machen gewinnt.

Beachtet - überlegt euch eine Strategie die zu eurer Stadt, eurer Gruppe passt und auf die ihr Bock habt. Verbiegt euch und die Werte des WiKs nicht um anschlussfähiger zu wirken, wir müssen nicht jede Zielgruppe ansprechen, dafür gibt es andere Gruppen. Neue Perspektiven stärken eure Gruppe. Gerade bei der Mobi passiert es schnell, dass ihr hauptsächlich Menschen ansprecht, die euch selbst ähnlich sind. Seid daher sensibel für Perspektiven die in eurer Gruppe unterrepräsentiert sind. Es hilft bei der Mobi-Planung Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven einzubinden.

Lokale Präsenz - die meisten Menschen haben noch nie vom WiK gehört. Selbst wenn vor ihrer Haustür ein neuer WiK-Zebrastreifen entsteht, werden viele nicht darauf kommen, dass dieser von euch stammt oder, dass sie beim WiK mitmachen können. Das könnt ihr mit folgenden Mobi-Aktionen ändern.

  • Plakatieren - verbindet eure Aktionen mit WiK-Plakaten in der direkten Umgebung und ladet darauf zu euren Treffen ein.
  • Hinweisschilder/Sticker bei Verbesserungen anbringen, z. B. neben Zebrastreifen ein - Diese Verbesserung ist vom WiK - Komm zum offenen Treffen (Ort Datum) und hilf mit, das gute Leben für alle selber zu machen - Schild.
  • Flyer in die Briefkästen werfen - z.B. in Wohngegenden, die komplett von SUVs zugeparkt sind könntet ihr nach einer gelungenen Aktion Menschen direkt über ihren Briefkasten erreichen.
  • Pressearbeit - macht in Pressemitteilungen darauf aufmerksam, dass neue Menschen willkommen sind und ladet zum nächsten Treffen ein.
  • Geht auf andere Veranstaltungen und ladet Menschen zu euren Treffen ein. Zum Beispiel könnt ihr bei der Critical Mass mitradeln und mit Menschen über das WiK sprechen oder Menschen aus lokalen Klima-Netzen zu euren offenen Treffen einladen.
  • Persönliches Umfeld - ladet Freunde zu Treffen ein und veranstaltet hierzu gerne auch mal Spieleabende und andere soziale Events.
  • Sprecht Menschen an die neu in eurer Stadt sind, z. B. Studierende zu Semesterbeginn.
  • Nahbar sein – schafft Gesprächsmöglichkeiten: z. B. Containertes/Foodsharing-Essen verteilen und mit Menschen ins Gespräch kommen oder einen Change my Mind Tisch auf dem Campus.
    • Nutzt diese Möglichkeit um zuzuhören und zu verstehen, was Menschen in eurer Stadt als Unrecht empfinden und wo sie selbst etwas ändern wollen.
  • Lokales Social Media - schaut, mit welchen Gruppen ihr Collabs eingehen könnt, spielt euch die Bälle zu.
  • Findet solidarische lokale Influencer:innen und nehmt sie mit auf Aktionen oder macht Collabs mit ihnen.
  • Sprecht auf thematisch passenden Demonstrationen und anderen Veranstaltungen. So könnt ihr gezielter Menschen aus eurer Zielgruppe ansprechen.

Integrationswege durchdenken - schlüpft gedanklich in die Rolle einer Person die Interesse am WiK hat, dieses aber noch nicht kennt. Stellt euch vor ihr kommt neu in eine Stadt und seht ein WiK Plakat, einen Zeitungsartikel über einen neuen Fahrradweg oder ein Reel auf Instagram. Gibt es von diesen ersten Kontaktpunkten niederschwellige Wege in euer WiK oder sind die Hürden noch sehr groß? Aus diesem Rollenspiel ergeben sich konkrete Fragen wie:

  • Sind eure offenen Treffen auf der Website, auf eurem Instagram etc. zu finden?
  • Seid ihr sichtbar an relevanten Stellen der Stadt durch Plakate, Sticker etc.?
  • Ist eure Gruppe einladend für neue Menschen?
  • Ist eure Gruppe für Diskriminierung sensibilisiert, sodass sich von Diskriminierung betroffene Menschen bei euch willkommen fühlen?
  • Können interessierte Menschen euch niederschwellig kontaktieren?
  • Ist euer Instagram/Email/Offene Signal gut Gruppe betreut?

Neuen Menschen Raum geben - wenn neue Menschen zu euch kommen, wollen sie sich einbringen. Gebt ihnen die Möglichkeit dazu! Besonders geeignet für neue Menschen sind Mobi-Aufgaben: Gemeinsam Plakate kleben, Mobi-Videos drehen. Diese Aufgaben benötigen kein Training und sind eine gute Möglichkeit, aktiv zu werden. Gebt neuen Menschen Raum darüber zu sprechen, warum sie beim WiK sind und lasst sie eigene Ideen einbringen, Statements aufnehmen oder beim WiK-Treffen über ihre Erfahrungen berichten. Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen oder im Namen der Gruppe zu sprechen ist ein wichtiger Teil von erfolgreicher Integration. Achtet daher darauf unterrepressentierte und neue Stimmen zu empowern auch diese Räume einzunehmen.


Revision #1
Created 2026-05-15 12:18:48 UTC by Admin
Updated 2026-05-15 12:18:48 UTC by Admin