đ©· Mobi & Integration
Ziel der Mobilisierung ist es neue Menschen auf das Widerstands-Kollektiv aufmerksam zu machen damit sie sich uns anschlieĂen. Aufgabe der Integration ist es neuen Menschen beim Einstieg ins WiK zu helfen, sodass sie schnell aktiv werden können.
Eine kurze Anleitung finde ihr im How to Mobi und im How to Integration.
- How to Mobi
- Ideen lokale Mobi
- How to Integration
- Onboardings
- Das Vier-Stufen-Modell oder: Wie du ein WiK aufbaust
- Treffen
How to Mobi
Wenn Du diesen Leitfaden liest, dann bist Du vermutlich dabei, Mobi fĂŒr Aktionen, Offene Treffen & Onboardings des Widerstands-Kollektiv zu machen. Schön, dass Du da bist; hier bist Du genau richtig! đ
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Tretet dem MoIn-Schwarm bei. đ Kontaktiert Eure WiK-Vertretung, um Zugang zu bekommen.
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Schreibt bei Fragen oder Problemen gern in den MoIn-Schwarm.
Was ist Mobi?
Mobilisierung (Mobi) beschreibt alle MaĂnahmen, die dazu beitragen, dass unsere Bewegung gröĂer wird. Unser Widerstand ist erfolgreicher, wenn neue Menschen auf uns aufmerksam werden und sich uns dann auch anschlieĂen. Als Erstes wird mit Mobilisierung oft Flyer verteilen, Plakatieren und VortrĂ€ge halten assoziiert. Mobi kann aber auch heiĂen, eine Uni-Vorlesung mit einem Megaphon zu unterbrechen, ein Banner ans Rathaus zu hĂ€ngen oder offene Treffen nach einer medienwirksamen Aktion anzubieten.
Mobimaterial kannst du hier bestellen:https://widerstands-kollektiv.org/alles-was-du-brauchst
Der Mobi-Kreislauf
Widerstandsbewegungen leben davon, dass Menschen zusammenkommen, sich organisieren und gemeinsam Akionen machen. Diese Elemente vereint der Mobi-Kreislauf - öffentlichkeitswirksame Aktionen erreichen in Verbindung mit anderen Mobi-Aktionen neue Menschen, diese könnt ihr zu offenen Treffen oder anderen niederschwelligen Events einladen.
Durch Trainings können auch neue Menschen an den nÀchsten Aktionen und der Mobi drumherum teilnehmen und so wieder neue Menschen mobilisieren.
Macht gezielt Mobi:
ohne Kontext in der FuĂgĂ€ngerzone WiK Flyer zu verteilen ist eher ineffektiv. Wenn ihr hingegen gestern Nacht an der Uni viele ParkplĂ€tze entsiegelt habt, damit schon GesprĂ€chsthema an der Uni seid, dann lohnt es sich vor der Uni-Mensa zu flyern.
Interessieten Menschen solltet ihr direkt ein Handlungsangebot bieten, z.B. ein offenes Treffen in den nĂ€chsten Tagen. AuĂerdem solltet ihr davor wissen, wie die Menschen neue Menschen sich schnell einbringen können - gibt es zeitnah ein Training oder eine niederschwellige Aktion an der sich mobilisiete Menschen beteiligen können?
Ihr merkt, planlose Mobi ohne die Möglickeit neue Menschen zu integrieren und ihnen sinnhafte Aufgaben zu geben ist verschwendete Energie.
Wo steht ihr im Mobi-Kreislauf?
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Seid ihr eine kleine Gruppe trainierter Menschen aber euch kennt lokal noch niemand? Dann bietet sich eine Aktion an um lokal neue Menschen zu erreichen.
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Hat gerade eine Aktion stattgefunden die bundesweit fĂŒr Aufmerksamkeit gesort hat? Dann solltet ihr Menschen zeigen, dass es das WiK auch in eurer Stadt gibt und zu einem offenen Treffen einladen.
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Ihr habt viele neue Menschen aber es fehlt das know how Proteste zu planen und umzusetzen? Dann organisiert gemeinsam mit eurer Region ein Training.
Wenn ihr Menschen erfolgreich zu euch mobilisiert habt ist es wichtig diese Menschen zu integrieren, schaut hierzu mal ins Dokument How to Integration.
Ideen lokale Mobi
Die folgende Ideensammlung wurde auf dem Rest&Resist-Camp 2025 erstellt. Falls ihr Ideen habt, die noch nicht genannt wurden, könnt ihr sie gern hinzufĂŒgen oder im MoIn-Schwarm posten. Weitere Informationen zum MoIn-Schwarm findet ihr in unseren MoIn-How-Tos.
Lokale Mobi â so könnt ihr in eurer Stadt Menschen mobilisieren
Macht gezielt Mobi - In eurer Stadt gibt es sicher viele Menschen, die protzige SUVs, fehlende Fahrradwege oder fossile Werbung satt haben. Ăberlegt euch, wie ihr diese Menschen erreichen könnt. Das kann bedeuteten, dass ihr einen Regenbogen Zebrastreifen gezielt zu Semesterbeginn auf den Campus malt, Ersti Vorlesungen unterbrecht und zum Einstiegstreffen in Campus NĂ€he einladet. Es kann aber auch bedeuten, dass ihr euch ein zugeparktes Stadtviertel sucht das unter AutolĂ€rm leidet, dort mit entsiegeln und Linsen VerĂ€nderung anstoĂt, am Wochenmarkt containertes Essen verschenkt, zu Austauschrunden einladet und so Menschen zum selber machen gewinnt.
Beachtet - ĂŒberlegt euch eine Strategie die zu eurer Stadt, eurer Gruppe passt und auf die ihr Bock habt. Verbiegt euch und die Werte des WiKs nicht um anschlussfĂ€higer zu wirken, wir mĂŒssen nicht jede Zielgruppe ansprechen, dafĂŒr gibt es andere Gruppen. Neue Perspektiven stĂ€rken eure Gruppe. Gerade bei der Mobi passiert es schnell, dass ihr hauptsĂ€chlich Menschen ansprecht, die euch selbst Ă€hnlich sind. Seid daher sensibel fĂŒr Perspektiven die in eurer Gruppe unterreprĂ€sentiert sind. Es hilft bei der Mobi-Planung Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven einzubinden.
Lokale PrĂ€senz - die meisten Menschen haben noch nie vom WiK gehört. Selbst wenn vor ihrer HaustĂŒr ein neuer WiK-Zebrastreifen entsteht, werden viele nicht darauf kommen, dass dieser von euch stammt oder, dass sie beim WiK mitmachen können. Das könnt ihr mit folgenden Mobi-Aktionen Ă€ndern.
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Plakatieren - verbindet eure Aktionen mit WiK-Plakaten in der direkten Umgebung und ladet darauf zu euren Treffen ein.
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Hinweisschilder/Sticker bei Verbesserungen anbringen, z. B. neben Zebrastreifen ein - Diese Verbesserung ist vom WiK - Komm zum offenen Treffen (Ort Datum) und hilf mit, das gute Leben fĂŒr alle selber zu machen - Schild.
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Flyer in die BriefkĂ€sten werfen - z.B. in Wohngegenden, die komplett von SUVs zugeparkt sind könntet ihr nach einer gelungenen Aktion Menschen direkt ĂŒber ihren Briefkasten erreichen.
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Pressearbeit - macht in Pressemitteilungen darauf aufmerksam, dass neue Menschen willkommen sind und ladet zum nÀchsten Treffen ein.
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Geht auf andere Veranstaltungen und ladet Menschen zu euren Treffen ein. Zum Beispiel könnt ihr bei der Critical Mass mitradeln und mit Menschen ĂŒber das WiK sprechen oder Menschen aus lokalen Klima-Netzen zu euren offenen Treffen einladen.
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Persönliches Umfeld - ladet Freunde zu Treffen ein und veranstaltet hierzu gerne auch mal Spieleabende und andere soziale Events.
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Sprecht Menschen an die neu in eurer Stadt sind, z. B. Studierende zu Semesterbeginn.
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Nahbar sein â schafft GesprĂ€chsmöglichkeiten: z. B. Containertes/Foodsharing-Essen verteilen und mit Menschen ins GesprĂ€ch kommen oder einen Change my Mind Tisch auf dem Campus.
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Nutzt diese Möglichkeit um zuzuhören und zu verstehen, was Menschen in eurer Stadt als Unrecht empfinden und wo sie selbst etwas Àndern wollen.
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Lokales Social Media - schaut, mit welchen Gruppen ihr Collabs eingehen könnt, spielt euch die BÀlle zu.
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Findet solidarische lokale Influencer:innen und nehmt sie mit auf Aktionen oder macht Collabs mit ihnen.
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Sprecht auf thematisch passenden Demonstrationen und anderen Veranstaltungen. So könnt ihr gezielter Menschen aus eurer Zielgruppe ansprechen.
Integrationswege durchdenken - schlĂŒpft gedanklich in die Rolle einer Person die Interesse am WiK hat, dieses aber noch nicht kennt. Stellt euch vor ihr kommt neu in eine Stadt und seht ein WiK Plakat, einen Zeitungsartikel ĂŒber einen neuen Fahrradweg oder ein Reel auf Instagram. Gibt es von diesen ersten Kontaktpunkten niederschwellige Wege in euer WiK oder sind die HĂŒrden noch sehr groĂ? Aus diesem Rollenspiel ergeben sich konkrete Fragen wie:
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Sind eure offenen Treffen auf der Website, auf eurem Instagram etc. zu finden?
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Seid ihr sichtbar an relevanten Stellen der Stadt durch Plakate, Sticker etc.?
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Ist eure Gruppe einladend fĂŒr neue Menschen?
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Ist eure Gruppe fĂŒr Diskriminierung sensibilisiert, sodass sich von Diskriminierung betroffene Menschen bei euch willkommen fĂŒhlen?
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Können interessierte Menschen euch niederschwellig kontaktieren?
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Ist euer Instagram/Email/Offene Signal gut Gruppe betreut?
Neuen Menschen Raum geben - wenn neue Menschen zu euch kommen, wollen sie sich einbringen. Gebt ihnen die Möglichkeit dazu! Besonders geeignet fĂŒr neue Menschen sind Mobi-Aufgaben: Gemeinsam Plakate kleben, Mobi-Videos drehen. Diese Aufgaben benötigen kein Training und sind eine gute Möglichkeit, aktiv zu werden. Gebt neuen Menschen Raum darĂŒber zu sprechen, warum sie beim WiK sind und lasst sie eigene Ideen einbringen, Statements aufnehmen oder beim WiK-Treffen ĂŒber ihre Erfahrungen berichten. Verantwortung fĂŒr die Gruppe zu ĂŒbernehmen oder im Namen der Gruppe zu sprechen ist ein wichtiger Teil von erfolgreicher Integration. Achtet daher darauf unterrepressentierte und neue Stimmen zu empowern auch diese RĂ€ume einzunehmen.
How to Integration
Wenn Du diesen Leitfaden liest, dann bist Du vermutlich dabei, neue Menschen ins Widerstands-Kollektiv zu integrieren. Schön, dass Du da bist; hier bist Du genau richtig! đ
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Tretet dem MoIn-Schwarm bei. đ Kontaktiert eure WiK-Vertretung, um Zugang zu bekommen.
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Schreibt bei Fragen oder Problemen gern in den MoIn-Schwarm.
Integration bei lokalen Veranstaltungen
Neue Menschen, die zu lokalen Veranstaltungen wie offenen Treffen, Onboardings und Trainings erscheinen, wollen wir willkommen heiĂen und ihnen helfen, beim WiK anzukommen.
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Findet im Laufe der Veranstaltung jeweils eine Ansprechperson (âBuddyâ) fĂŒr jeden neuen Menschen. Die Buddys sind Ansprechmenschen bei Fragen und begleiten Neue auf ihrem Weg ins WiK. Aktiviert potentielle Buddies gern schon vor dem Termin.
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Ladet die neuen Menschen ein Signal zu installieren, wenn sie es noch nicht getan haben, und dann den passenden offenen lokalen und regionalen WiK Signal-Gruppen beizutreten. Das Beitreten in die Signal-Gruppen geht besonders schnell mit Signal QR-Codes. Hierzu einfach auf den Gruppennamen klicken, herunterscrollen, auf âGruppen-Linkâ klicken, dann âTeilenâ und âQR-Codeâ auswĂ€hlen.
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Lernt die Neuen kennen und ermutigt sie, sich einzubringen. Gute Aufgaben fĂŒr den Start können z.B. sein, das nĂ€chste offene Treffen vorbereiten oder Mobi machen. Super ist es, wenn Menschen sich mit ihren FĂ€higkeiten einbringen können, vielleicht findet ihr so euren Social-Media-Profi, Fotograf*in oder Jurist*in.
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Ladet Menschen zum nÀchsten Treffen ein!
Integration von Menschen, die ĂŒber die Internetseite zu uns stoĂen
Menschen, die auf der Internetseite auf âMitmachenâ klicken, werden dort eingeladen, ein Widerstands-Kollektiv in ihrer NĂ€he zu finden. Auf der Seite sind regionale Signal-Gruppen verlinkt fĂŒr die Regionen âBerlinâ, âNordâ, âWestâ, âOstâ, âSĂŒdWestâ, âBayernâ und âJugend-Gruppeâ. Diesen Menschen wollen wir helfen, eine passendes lokales WiK zu finden.
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Tretet Eurer offenen Regio-Gruppe ĂŒber die Website bei Signal bei.
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Tretet eurer regionalen MoIn Gruppe bei - diese findet ihr in der Gruppenbeschreibung von MoIn Schwarm WiK. Sprecht euch hier ab, wer neue Menschen kontaktiert um Dopplungen zu vermeiden.
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Beispielnachricht: âHi, ich bin ⊠vom Widerstandskollektiv [Ort]. Cool, dass du mitmachen möchtest! Hast du schon Kontakt zu einer Gruppe in deiner NĂ€he? Falls nicht, wo wohnst du ungefĂ€hr? Bei Fragen kannst du dich gern bei mir melden!â
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Wenn eine Person kontaktiert wurde, tragt diese in die Integrationsliste fĂŒr Eure Region ein. Dies ist die Ăbergangslösung, bis wir eine funktionierende Integrations-Software bekommen. Zugang zu dieser Liste erhaltet ihr in eurer regionalen MoIn Gruppe.
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Findet ggf. im MoIn-Schwarm eine Integrationsperson einer Widerstandsgruppe in der NĂ€he der neuen Person und ĂŒbergebt ihr den Kontakt.
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Wenn die neue Person aus der NĂ€he Eures WiKs ist, heiĂt sie bei offenen Treffen, Onboardings und Trainings willkommen (siehe oben, âIntegration bei lokalen Veranstaltungenâ).
Onboardings
Das erste Treffen mit dem Widerstands-Kollektiv!
Wir stellen das Projekt vor, erklĂ€ren die Strukturen und wie ihr euch einbringen könnt. AuĂerdem sprechen wir darĂŒber, wie es in nĂ€chster Zeit weitergehen kann und was ihr konkret machen könnt. Es wird, wie immer, Raum fĂŒr Fragen und Austausch geben.
Online-Onboarding
Weitere Infos, Uhrzeit und Link findest du unter https://widerstands-kollektiv.org/mitmachen
Lokale Onboardings
Findest du unter https://widerstands-kollektiv.org/termine
In deiner Stadt:
Lade Menschen zu Onboarding-Treffen in deiner Stadt ein. Hier findest du ein Skript und eine PrĂ€sentation die ihr fĂŒr eure Onboardings nutzen könnt. Experimentiert gerne mit anderen Formen von offenen Treffen oder VortrĂ€gen und schau davor auch gerne ins How to Integration!
Selber Onboardings gestalten
Das Wichtigste zum Start: Mit Skript & PrÀsentation kann auch beim Onboarding in deiner Stadt eigentlich gar nichts mehr schiefgehen :)
PrÀsentation Onboarding-Treffen
Das Vier-Stufen-Modell oder: Wie du ein WiK aufbaust
 Hier folgen hoffentlich zeitnah Inhalte :)Â
Treffen
Check-In / Check-Out
Bedeutung der Check Ins
Check Ins am Anfang von Treffen oder Meetings sind wichtig. Sie können dem Teambuilding oder der Auflockerung dienen.
Besonders sind Check Ins aber wichtig, weil sie helfen, dass Menschen sich spĂ€ter im Meeting beteiligen. Es ist bewiesen das Menschen sich spĂ€ter wahrscheinlicher melden und ihre Meinung mit einbringen, wenn sie zu Beginn des Meetings schon mal kurz gesprochen haben und das Eis gebrochen wurde (als wenn sie das zu Beginn nicht tunâŠ).
Darum ist es beim WiK ganz normal das wir Check Ins machen. Die können ganz locker und offen sein aber auch richtig tief gehen. Hier findest du eine kleine und eine groĂe Auswahl: . Check-In-Fragen-Generator:
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https://www.checkin-generator.de/ (deutsch)
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http://checkin.daresay.io/ (englisch aber leicht verstÀndlich)
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Top 175 Check-In Fragen nach Themen: https://teambuilding.com/blog/check-in-questions
Top 10 der WiK Check In Fragen:
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Wie geht es dir gerade (wenn du es mit uns teilen möchtest?)
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Was gibt dir Hoffnung zur Zeit?
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Was hast du dir heute schon gutes getan? (Was tust du dir heute noch gutes?)
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Worauf freust du dich heute noch besonders?
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Was ist dein Safe Space?
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Welche Lied hörst du zur Zeit ganz viel?
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Findest du es in Ordnung, Spaghetti vor dem Kochen durchzubrechen?
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Wenn du eine Kopfbedeckung wĂ€rst, was fĂŒr eine?
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bei wenig Zeit: Gib deine Stimmung mit einem GerÀusch wieder.
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âŠ
Check Outs
Am Ende des Treffens machen wir hÀufig ein Check Out. Dazu können die selben Fragen, wie beim Check In verwendet werden. ZusÀtzlich empfiehlt es sich, auch kurz zu sagen, wie wir das Treffen fanden. So etablieren wir niedrigschwellig Feedback und wissen direkt, was wir beim nÀchsten Treffen besser machen können.
Moderation
+++ FĂŒr eine gute Moderation: Besuch doch eins unserer Vertretungs-Trainings. Dort lernst du viele hilfreiche Skills fĂŒr eine gute Moderation und sammelst gleich auch schon deine ersten praktischen Erfahrungen. FĂŒr alle Vertreter*innen, die das WiK in den RĂ€ten mitgestalten, ist das Vertretungs-Training sogar verpflichtend +++
+++ Diese Seite ist zu 100% aus dem LG-Wiki kopiert. FĂŒhl dich frei, sie zu ĂŒberarbeiten und an die Strukturen des WiK und an die Inhalte des Vertretungs-Trainings anzugleichen +++
Moderieren ist mehr, als nur die Leute der Reihe nach dran nehmen!
Es gibt viele Möglichkeiten, wie moderiert werden kann. Das hier soll keine allgemeingĂŒltige Lösung darstellen, aber doch eine gute Ăbersicht, von der viele Elemente in jedem Fall ĂŒbernommen werden sollten. Diese Anleitung soll einige HĂŒrden abbauen und euch helfen so besser in die Ăbung und Umsetzung zu kommen. ModerationsfĂ€higkeiten erlangt man am besten durch viel, viel Ăbung, also probiert es einfach aus, (FLINTA* first!) Gleichzeitig macht Moderation enorm viel aus:
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Es kann entscheiden ob ein Treffen/ WiG Treffen lust auf weitere Teilnahme macht.
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Es kann entscheidend sein, ob Menschen sich der Gruppe anschlieĂen. (WertschĂ€tzung der Ressourcen der Menschen, Intention des Treffen und Aufgaben der einzelnen Menschen kann deutlich werden. Kurz: Mensch sympathisiert mit der Gruppe. Da die Moderation einen hohen Redeanteil hat, ist sie besonders bedeutsam!)
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Gerade bei neuen Gruppen die sich noch nicht besonders gut kennen, kann eine gute Moderation sehr hilfreich sein sich zurecht zu finden und zu orientieren.
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Einen sicheren Rahmen fĂŒr alle schaffen (SafeSpace).
Aufgabe als Moderation
Als Moderator:in ist es deine Aufgabe, alle Teilnehmer*innen abzuholen. Besonders herausfordernd dabei ist es:
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Redeanteile gleichmĂ€Ăig einzubinden. (Stille Menschen stĂ€rker einbinden und laute Menschen etwas zurĂŒckhalten, denn egal wie Mensch ist, die Meinungen sind gleichberechtigt.)
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Den Fokus des Meetings zu behalten/ nicht zu verlieren. (Manchmal entfernen oder verlieren sich Diskussionen vom eigentlichen Kern des Meetings. Aufgabe der Moderation: Das zu unterbrechen und zurĂŒck zu finden.)
Folgende Schritte Können Helfen fĂŒr gute Moderation
1. Ankommen: Das Umfeld/ den Raum gestalten
- Alle Störfaktoren eliminieren, Hörbarkeit usw. sicherstellen: âKönnt ihr mich klar und deutlich verstehen?â
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PĂŒnktlich sein! Ein kurzer Moment ist verkraftbar aber es sollte sich nicht einschleichen, dass Meetings immer zu spĂ€t anfangen.
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Sagen, wie lange das Meeting ca. dauern kann, und das auch einhalten (WertschÀtzung der Zeit aller).
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Zweck/Kontext des Meetings erlĂ€utern (Wir sind heute hier & wir machen das und das mit dem Ziel âŠ) um auszuschlieĂen, dass Menschen am falschen Ort sind.
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Rahmen/Regelwerk begrĂŒnden, in dem beigetragen werden kann. Im Falle von Störung kann spĂ€ter auf dieses Regelwerk auch zurĂŒck berufen werden.
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Wir lassen Menschen ausreden.
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Wollen FLINTA*-Personen priorisieren.
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Sprechen nur ĂŒber die jeweiligen Punkte die im Ablauf festgelegt sind, usw.
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2. Struktur
UnerlĂ€sslich ist, dass gute Meetings vorbereitet werden. Gute Meetings brauchen ein Ziel! Eure Aufgabe als Moderator*in ist es, euch das klar zu machen vor dem Meeting und bestenfalls zu Beginn des Meetings auch allen mitzuteilen. âWas will ich erreichen?â Klare Rollenverteilung (Moderation, Protokoll, ZeitwĂ€chter*in)
Beispiel-Struktur fĂŒr ein WiG-Treffen
LÀnge 60-90 Minuten, nicht lÀnger!!!
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Check in mit Check in Frage (https://www.checkin-generator.de/)
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Struktur/ Rahmen des Meeting erklÀren
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Ablauf des Meetings erklĂ€ren: Erst RĂŒckblick, dann Updates, dann Agenda, dann Aussschau. (Hier können spannende Themen auch schon angeteasert werden.)
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RĂŒckblick (kĂŒrzer als 10 Minuten): Was ist seit dem letzten Meetings passiert? (z.B. Freispruch, Protestbericht, super Vortrag, uswâŠ)
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Orga Updates: Das gibt es neues aus der Bewegung: z.B. neues Konzept fĂŒr VortrĂ€ge, der neue Termin der Massenbesetzung, âŠ
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Wichtige, zentrale Termine, sollten IMMER in der WiG noch besprochen werden.
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Agenda, Diskussion: Hier ist Raum fĂŒr Themen die aus der WiG selbst kommen, oder von der Koordi an die Gruppe getragen werden.
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Vorschau: Was erwartet uns in der nÀchsten Woche an spannenden Terminen?
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Check Out: Wie geht es mir mit dem Treffen heute und was tue ich mir heute noch gutes?
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Anschluss AktivitĂ€t fĂŒr mehr Integration: Im Anschluss an das Treffen noch etwas gemeinsam unternehmen, z.B. Salat zubereiten, Plakatieren gehen, Film-Abend, etc.
PS:Â
Besonders 1-5 sollten besonders gut von der Koordi vorbereitet werden.
Z.B. im Vorfeld des Meeting schon schauen, wer die RĂŒckblicke einbringen kann.
Aufgaben verteilen: Entweder allgemein oder direkt fragen (bei 5.-7.) âWer könnte sich vorstellen das zu ĂŒbernehmen?â oder âHey XY, ich kann mir vorstellen, dass diese Aufgabe gut zu dir passen könnte. Kannst du dir vorstellen, das mal auszuprobieren und hast in der kommende Woche 2 Stunden Zeit?â
3. Die Menschen
Flinta*/ Frauen/ geschlechter Ungerechtigkeit
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Menschen die nicht mĂ€nnlich sozialisiert sind, werden hĂ€ufig zur ZurĂŒckhaltung und Unterordnung erzogen. Ihre Meinung ist allerdings sehr wertvoll fĂŒr unseren Widerstand. Eine Moderation, die sich dessen bewusst ist, kann helfen, dass sich alle Menschen mehr beteiligen.
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Möglichkeiten, alle Menschen etwas mehr einzubinden:
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Erstes und letztes Wort immer bei FLINTA*-Personen.
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Redeanteile entsprechend der anwesenden Personen auf mÀnnlich/ nicht mÀnnlich verteilen.
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⊠Was habt ihr noch fĂŒr Ideen?
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_ Check In ist besonders wichtig. Wenn man in den ersten 10 Minuten des Meetings nicht redet, ist es wahrscheinlich, dass man das gesamte Meeting still bleibt. Achtet dabei auf eine klare Struktur. Ggf. mĂŒssen Menschen beim Check-in unterbrochen werden wenn mensch Updates geben will oder einen Actionpoint verteilen. Achtet auf eine klare Unterscheidung zwischen der Check-in und Update Runde. Der Check-in gibt Menschen Raum, anzukommen und das los zu lassen was sie gerade noch beschĂ€ftigt. Unterbrechen Manche reden besonders viel/lang und mĂŒssen unterbrochen werden, andere wiederum angestoĂen und aufgefordert werden. Unterbrechen Beispiele: âHey Danke XY (mit Namen ansprechen), vielen Dank fĂŒr deinen Beitrag⊠(kurz zusammenfassen), den hab ich gehört. Möchte aber gerne jetzt noch den Beitrag von XY hören (konkret jemanden benennen um Unannehmlichkeiten zu vermeiden).â Hey Danke XY (mit Namen ansprechen,) ich merke, dass sich das Thema âWasserstoff XYâ sehr interessiert, und ich denke auch, dass es ein relevantes Thema ist, aber wir haben uns am Anfang des Meetings alle darauf verstĂ€ndigt, dass wir uns heute damit beschĂ€ftigen möchten, wie wir den Mobi-Kreislauf noch mehr pushen können. Daher möchte ich als Moderator*in jetzt wieder zurĂŒck zum eigentlichen Thema fĂŒhren und gerne noch XYÂŽs Beitrag hören.â âHey das passt grade nicht zum Thema, lass uns bitte mit XY weitermachen.â Alle Menschen einbinden: âWas denkst du denn dazu?â (NICHT: Hast du einen Gedanken dazu? Fast ĂŒbergrifflich da wahrscheinlich alle einen haben, nur evt. nicht Ă€uĂern wollen.) Besonders FLINTA* Personen sind hĂ€ufig gesellschaftlich zurĂŒck haltend sozialisiert. Als gute Moderation empfiehlt es sich diese Menschen extra zu empowern! ==== 4. praktische ĂŒbung: Menschen WertschĂ€tzend unterbrechen ==== Hier wollen wir uns etwas vertrauerter damit machen wie es sich anfĂŒhlen kann Menschen zu unterbrechen. Wichtig ist das wir uns erinnern: als Moderation ist es unsere Aufgabe darauf zu achten das das Treffen fĂŒr möglichst viele angenehm und âgutâ ist und nicht nur fĂŒr die die am meisten Dominanz bei den Redeanteilen zeigen. ==== 5. HĂ€ufige Probleme als moderator*in ==== Einchecken emotional (am besten als 1.) Doppelrolle: Inhalte dazu geben und Moderationsrolle Aufgaben verteilen Nicht alles muss im Meeting besprochen werden -â Auslagern!
WAS DICH SONST NOCH INTERESSIEREN KĂNNTE:
Wie man ein soziales treffen fĂŒr maximale Integration plant
Sozialer Raum
In dieser Krise kann vieles ĂŒberwĂ€ltigen, sich zu kennen und einander halt geben können ist deswegen super wichtig. Wir meeten deswegen nicht nur sondern wollen und mĂŒssen fĂŒr den Widerstand auch miteinander regenerieren aka Chillen. Wie funktioniert das gut, auch wenn man sich noch nicht kennt? Gemeinsam Essen
Kochen macht spaĂ! Essen gehen ist exklusiver, weil nicht alle sich das leisten können, auĂerdem hat man was zu tun und immer etwas zum reden: Wie soll ich die Möhren schnippeln?
Nach dem Essen kann man einen Film gucken (mit oder ohne Widerstandsthema), wenn das geplant ist. Dann wisst ihr immer, wo der Abend hingehen kann, falls sich spontan gute GesprÀche oder Kuschelhaufen ergeben dann kann man das Film schauen auch vertagen.
Das Kuschelmanifest sollte allen zur VerfĂŒgung gestellt werden.
Einigt euch auf den Umgang mit Arbeitsthemen:
Einen Arbeits-freien Raum zu schaffen ist wichtig, damit wir uns wirklich erholen können.
Was gehört dazu? Erfahrungen aus der letzten Blockade, Klimakrisennews, Gerichtstermine? Einigt euch, was Raum haben darf und was auch spÀter besprochen werden kann.
Sagt âShotsâ oder macht 10 LiegestĂŒtzen o.Ă€. wenn ausversehen doch wieder 10 min ĂŒber nĂ€chste Vortragsorte gesprochen wird
Umsetzung:
Findet einen Ort:
Schreibt in eurer Signal Gruppe und ladet ein zum picknicken, kochen und oder Film schauen (ladet in der WiG ein zur Off-topic gruppe)
- Mit Sofas
- KĂŒche
- Garten
- Was ihr euch wĂŒnscht
Legt zu 2. fest, wie es mit Essen laufen soll und welcher Film geguckt wird (sonst kann man eeeewiiig darĂŒber streiten XD zb catch me if you can)
Fragt gerne vorher ab, wer kommt, weil das bei der Planung vom Essen hilft, wenn ihr möchtet
Kennenlern-Spiele
+++ Diese Seite ist zu fast 100% aus dem LG-Wiki kopiert. FĂŒhl dich frei, diese Seite noch besser auf das WiK anzupassen und weitere Spiele hinzuzufĂŒgen +++
Sammlung: https://www.workshop-spiele.de/online-warm-up-finder/
Ich hab noch nie.... Stuhlkreis
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Personenanzahl: Ca 10-30
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Ice breaker: ++
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Kennenlernen: +++
Es basiert auf dem Trinkspiel never have I ever⊠Es gibt einen Stuhlkreis, ein Stuhl weniger als Leute, 1 Person in der Mitte sagt etwas was sie noch nie gemacht hat, alle die es doch gemacht haben, mĂŒssen aufstehen und sich einen neuen Platz suchen, es bleibt eine neue Person ĂŒbrig, die ihren Namen sagt und die Anekdote zu der Sache erzĂ€hlt
ZĂ€hlen
Stellt euch im Kreis auf und zÀhlt reiheum bis 13. Wenn ihr bei 13 angekommen seid, startet die nÀchste Runde, bei der immer eine der im folgenden aufgezÀhlten Regeln dazu kommt. Wer einen Fehler macht scheidet aus und muss sich hinsetzen, wer lÀnger als 2 Sekunden zögert auch.
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Kniebeuge bei geraden Zahlen
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HĂŒpfen bei ungeraden Zahlen
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Salutieren bei Zahlen, die durch 3 teilbar sind
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Zahlen, die durch 4 teilbar sind falsch aussprechen
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Im Kreis drehen bei Zahlen, die den Buchstaben âtâ enthalten
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Ăbelkeit vortĂ€uschen bei Zahlen, die den Buchstaben âhâ enthalten
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Wenn ihr's bis hier schafft, weitere Regeln ausdenken und hier dazuschreiben.